Wenn du das Gefühl hast, dass etwas getan werden muss, dann musst du es tun.
Marija Gimbutas
Die Frauenkreise sind ein seit 1992 vom Land Berlin gefördertes Projekt in Berlin-Mitte. Wir beraten Frauen* und deren Familien in besonderen Lebenslagen. Wir unterstützen Frauen* in ihrer individuellen Entwicklung und begleiten sie in Krisen und Veränderungsprozessen. Wir fördern Kultur, Bildung und interkulturelle feministische Vernetzung.


Was uns wichtig ist, wenn wir von interkultureller Arbeit und Kompetenz sprechen
Interkulturalität ist ein wohlklingender Begriff, der sich nicht immer nach dem anhört und anfühlt, was sich manchmal verbirgt: Diskriminierung und Hierarchisierung. Aber das genau sind die Themen, um die es unserer Ansicht nach auch gehen muss, wenn interkulturelle Arbeit etwas erreichen will außer vielleicht die eigenen Privilegien etwas freundlicher aussehen zu lassen und im Grunde noch eins hinzuzufügen. In unserer Arbeit ist es uns wichtig,verschiedene Diskriminierungsformen zu betonen, neue Räume zu betreten und uns mit verschiedenen Sichtweisen und Lebensrealitäten zu befassen und auseinanderzusetzen. Das heißt auch Position beziehen und Raum geben für Perspektiven, die häufig zu kurz kommen.


Wir möchten den Blick öffnen für:

  • das künstlerische, kulturelle, gesellschaftliche und politische Wirken und die Werke von Frauen*

  • die Lebensrealität der jeweils anderen Frauen* und deren Sicht auf die Welt

  • gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen aufgrund von ethnischer Herkunft, sozialer Stellung, sexueller Orientierung, Behinderungen und Beeinträchtigungen, Religionszugehörigkeit und Alter, die auch zwischen Frauen* wirken

  • die Themen und Positionen besonders der Frauen*, die traditionell nicht im Fokus feministischer Debatten standen bzw. stehen

  • gesellschaftliche Realitäten, die ausgrenzend, benachteiligend, stigmatisierend sind

  • die künstlerische, politische und kulturelle Vielfalt und Kreativität von Frauen*

  • unsere Unterschiedlichkeit und dafür, wie wir trotz dieser solidarisch sein und Bündnisse eingehen können


In besonderen Zeiten und schwierigen Lebenslagen unterstützen wir Frauen* und deren Familien

  • Krisen zu meistern

  • persönliche Ressourcen zu entdecken

  • ihr kreatives Potential zur Lebensgestaltung zu nutzen

  • Entscheidungen zu treffen

  • Sich selbst zu ermutigen und zu ermächtigen

  • Neues und anderes als Bereicherung zu erleben und willkommen zu heißen

  • Leben im Wandel zu bejahen


Wir unterstützen Frauen* durch Beratung, Begegnung und Dialog in ihren Prozessen von Empowerment, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung.



Das Gender-Sternchen (*) verwenden wir, um unterschiedliche Geschlechts-Identitäten einzuschließen. Dazu gehören auch Personen, die nicht „biologisch“ weiblich sind, sich jedoch trotzdem als Frau definieren, fühlen oder verstehen, ebenso wie Menschen, die sich keinem Geschlecht zuordnen wollen. Es geht uns darum, eine bipolare Vorstellung von Frau und Mann zu brechen und alternative Vorstellungen von Selbst-Definitionen und Identitäten zuzulassen.