Frauenrecht ist vor allem eine persönliche Sache. Es geht dabei nicht nur um "uns"; sondern um mich und um dich.
Toni Morrison
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Workshop für Schwarze Frauen*/ Freund*innen von weißen Männern*

Weil ich ihn liebe...

mit Natascha A. Kelly

16.04.2016 - 17.04.2016

jeweils 11-18 Uhr

Erzeugt durch die rosarote Brille steht am Anfang einer Beziehung zwischen Schwarzen Frauen* und weißen Männern* die Farbenblindheit. Ausgeblendet wird die Tatsache, dass du als Schwarze Frau* rassistische Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt bist. Unbewusst wirst du zur Projektionsfläche strukturell erzeugter Phantasien, die geprägt sind von Hypersexualisierung und Dehumanisierung. Exotismus als spezifische Form des Rassismus dringt bis in die Privat- und Intimsphäre und beherrscht den Beziehungsalltag – in der Öffentlichkeit, im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Familie. In diesem Workshop werden wir (mit Feingefühl und ohne Schuldzuweisungen) den Ursachen auf den Grund gehen: Welchen Einfluss hat Rassismus auf deine Beziehung? Wie wirken die Privilegien deines weißen Mannes*/Freundes? Wie kannst du dich davor schützen und gleichzeitig euer Zusammensein stärken?

Ziel ist es, das Bewusstsein für die Wirkmächtigkeit von Rassismen zu sensibilisieren und strategische Handlungsmöglichkeiten auszuloten.

Der Workshop ist  offen für Schwarze Frauen*, die mit weißen Männern* in einer Beziehung sind/waren.

Geleitet wird der Workshop von Natascha A. Kelly. Sie ist Autorin, Journalistin und Academic Activist.

Teilnahmebeitrag: 50 Euro - Um Anmeldung wird bis zum 11. April bei Frauenkreise gebeten.

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Szenische Lesung

Nennen Sie mich Ausländer

mit Milena Oda & Wolfgang Boos

12.05.2016

19 Uhr



Die szenische Lesung „Nennen Sie mich Ausländer“ möchte dem Publikum die Gefühle des fremd- und des anders gemacht werdens näherbringen und zur Diskussion anregen.
Milena Oda schöpft aus ihren eigenen Erfahrungen als „osteuropäische“ Autorin, die seit 15 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet.

Gemeinsam mit Wolfgang Boos spielt sie in der Lesung bewusst mit ihrer Herkunft und Positionierung.

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Workshop

How to say NO

mit Nota Alexiadou und Thais Vera Utrilla

28.05.2016

11 - 15 Uhr



Reclaiming the public space is a challenge for women* on a daily basis, especially for migrant women*.
We face sexism and also sexual harassment or even violence. In a general sense we face people invading our personal space and also people making assumptions about us based on how well we speak a language and on how we look.

Can we say no? How loud can we say it?

In this workshop we will create a safe space for ourselves, where every woman* can test, explore and determine her own boundaries and explore some aspects of herself.

Nota Alexiadou is from Athens, she is a feminism activist, she studies theater and has experience with being a foreigner in Berlin.
Thais Vera Utrilla is from Madrid and based in Berlin since 6 years. She studied Sociology and Political Science and is specialized in Gender Studies. She works in intercultural women*'s projects from an intersectional feminist perspective.

service charge: 7€

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Reihe: Berliner Frauensalon

Wenn ein "Nein" nicht geachtet wird - Aspekte sexualisierter Gewalt

Berliner Lebensrealitäten von Frauen*

09.06.2016

20 Uhr



Sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen sind für viele Frauen* eine Realität.
Der Großteil sexualisierter Gewalt wird im nahen sozialen Umfeld der Betroffenen, also im Privaten, ausgeübt: Die Täter sind Partner, Ex-Partner, Nachbarn, Kollegen.
Wir sprechen mit Expert*innen darüber, wie Übergriffen begegnet werden kann und diskutieren, welche gesellschaftlichen Machtverhältnisse hinter Verharmlosung und Billigung einerseits und der rassistischen Instrumentalisierung andererseits stecken.

Kooperation von FRIEDA, S.U.S.I., EWA Frauenzentrum und Frauenkreise

Veranstaltungsort:
EWA Frauenzentrum,
Prenzlauer Allee 6,
10405 Berlin

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Reihe: Look who`s talking - Wer erzählt welche Geschichte über wen?

„Töchter des Aufbruchs“

(Deutsch mit engl. UT)

17.06.2016

19 - 22.30 Uhr



In unserer Filmreihe
„Look Who’s Talking – Wer erzählt welche Geschichte über wen?“
präsentieren wir Filme von Regisseur*innen zu den Themen Flucht und Migration und diskutieren anschließend, welche neuen Blickwinkel Film öffnen kann und wie Mehrdimensionalität von Figuren in der medialen Darstellung einen Beitrag leisten kann gegen Diskriminierungen.

Mit uns diskutieren:
Uli Bez, Regisseur*in von „Töchter des Aufbruchs“
Sharmila Hashimi, Journalistin (Journalists In Exile)
Ebru Taşdemir (Neue Deutsche Medienmacher


„Töchter des Aufbruchs“
(Deutsch mit engl. UT)
Wenn die Familie aufgrund der politischen Verhältnisse zerrissen ist, wenn das Gefühl von Heimatlosigkeit nicht verschwinden will.
Dennoch - der Aufbruch aus Perspektivlosigkeit oder politischer Verfolgung ist auch ein Ausbruch aus traditionellen Lebenswelten, beflügelt von Freiheitsliebe, Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Demokratie.
Es sind kraftvolle Erfolgsgeschichten, gerade wenn die jungen Frauen aus der „Enkelinnenperspektive“ berichten.
Mit Leichtigkeit und Scharfsinn rücken sie das Zerrbild von den angeblich schwer Intergrierbaren zurecht, das heute noch in vielen deutschen Köpfen und in den Medien spukt.
„Komm mit mir fang an, fang in deinem Land an, denn ich habe Wanderlust…“ singt Ebow.

Die Filmreihe wird gefördert von der Stiftung Nord-Süd-Brücken und der Stiftung DO!