Do., 03. Sept. | Online Input und Kreativsession

Koloniale Dimension von Bildung - Perspektivwechsel

Input von und Austausch mit T. Vicky Germain und Kahbit Enow - anschließende Kreativ-Session mit dem Künstlerinnen-Kollektiv migrantas im Rahmen unserer Reihe "Kolonialismus im Spiegel" (Koop. mit migrantas)
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Koloniale Dimension von Bildung - Perspektivwechsel

Zeit & Ort

03. Sept. 2020, 16:00 – 19:00
Online Input und Kreativsession

Über die Veranstaltung

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Kolonialismus im Spiegel – Eine Reihe von Migrantas in Kooperation mit den Frauenkreisen  Wir fragen uns: Kann ich koloniale Spuren und Kontinuitäten erkennen? Wie beeinflussen sie mein Alltagsleben, meine Position in der Gesellschaft? Finde ich sie in meiner Familiengeschichte? Was für eine Wirkung haben sie auf meine Denkmuster, auf Sprache, auf Zwischenmenschliches? Welche Botschaft möchte ich den Menschen in Berlin mitteilen?   In einer Reihe von Veranstaltungen vermitteln wir Inputs zu Kolonialismus aus verschiedenen Perspektiven und in anschließenden Workshops haben Teilnehmer*innen die Gelegenheit Eindrücke, Reflektionen, biographische Bezüge künstlerisch zum Ausdruck zu bringen – angeleitet vom Künstler*innen-Kollektiv migrantas. Die Zeichnungen, die entstehen, werden von migrantas in sorgfältiger Abstimmung mit den Teilnehmer*innen in Piktogramme umgewandelt und zum Kurzfilm animiert. Die Premiere wird in Kino hackesche höfe gezeigt.

Veranstaltung #5

Online-Event: 

Vortrag und Gespräch (Sprache: Deutsch) 

Koloniale Dimension von Bildung - Perspektivwechsel

Donnerstag, 03. September 2020,  16 – 17:30 Uhr Input,  17:30 - 19 Uhr Kreativsession  

***Anmeldung über drakos@frauenkreise-berlin.de***

Es wurde in Deutschland bisher unterlassen, einen hoch relevanten Teil deutscher Geschichte zu lehren. Die deutsche Verstrickung in Versklavung und Kolonialismus ist ein Komplex, der erfolgreich vermieden wurde – ganze Generationen von Schüler*innen in Deutschland sind mit der Vorstellung durch Schule und Uni und in Berufe gekommen, dass Deutschland mit all dem nichts zu tun hatte.

Mangelnde Information und Verdrängung dieser Geschichte verhindern einen konstruktiven Dialog dazu in und mit der weißen Mehrheitsgesellschaft. Insbesondere BIPOC fordern eine Bildungspolitik, in der deutsche koloniale Geschichte und alles, was sie an kolonialen Kontinuitäten hervorbringt, endlich sichtbar wird. Aber wie kann das gestaltet werden? wie kann diese gewaltvolle und schmerzhafte Geschichte, die Hierarchien anspricht und sichtbar macht, gelehrt werden, ohne eben diese Hierarchien zu reproduzieren? Wo muss diese Entwicklung ansetzen? Sind Lehrende überhaupt befähigt, diese Inhalte mit einer diversen Schülerschaft bzw. diversen Studierenden zu besprechen? AfricAvenir hat eine Didaktik zu Flucht und Migration und deren Verknüpfung mit der Kolonialvergangenheit für Oberschulen entwickeln lassen. Welche Erfahrungen wurden damit gesammelt und welche Erkenntnisse hat der Prozess der Entwicklung dieser Didaktik hervorgebracht? 

Diese und andere Fragen stellen wir in diesem Input, der von Vicky T. Jones und Kahbit Enow gestaltet und angeleitet wird.

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