Do., 01. Okt. | Online Input und Kreativsession

"Wir sind hier" - Koloniale Dimension von Bildung & Perspektivwechsel

im Rahmen unserer Reihe "Kolonialismus im Spiegel" (Kooperation mit migrantas)
Anmeldung abgeschlossen
"Wir sind hier" - Koloniale Dimension von Bildung & Perspektivwechsel

Zeit & Ort

01. Okt. 2020, 16:00 – 19:00
Online Input und Kreativsession

Über die Veranstaltung

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Kolonialismus im Spiegel – Eine Reihe von Migrantas in Kooperation mit den Frauenkreisen  

Wir fragen uns: Kann ich koloniale Spuren und Kontinuitäten erkennen? Wie beeinflussen sie mein Alltagsleben, meine Position in der Gesellschaft? Finde ich sie in meiner Familiengeschichte? Was für eine Wirkung haben sie auf meine Denkmuster, auf Sprache, auf Zwischenmenschliches? Welche Botschaft möchte ich den Menschen in Berlin mitteilen?   In einer Reihe von Veranstaltungen vermitteln wir Inputs zu Kolonialismus aus verschiedenen Perspektiven und in anschließenden Kreativ-Sessions haben Teilnehmer*innen die Gelegenheit Eindrücke, Reflektionen, biographische Bezüge in Zeichnungen zum Ausdruck zu bringen – angeleitet vom Künstler*innen-Kollektiv migrantas. 

Die Zeichnungen, die entstehen, werden von migrantas in Piktogramme umgewandelt und nach feedback und sorgfältiger Abstimmung mit den Teilnehmer*innen bei einem späteren Termin zum Kurzfilm animiert. 

Die Premiere wird im Kino hackesche höfe gezeigt.

Veranstaltung #6

Online-Event: 

Vortrag und Gespräch (Sprache: Deutsch) 

"Wir sind hier" - Koloniale Dimension von Bildung & Perspektivwechsel

von und mit 

T. Vicky Germain und Kahbit Enow

Donnerstag, 01. Oktober 2020,  16 – 17:30 Uhr Input,  17:30 - 19 Uhr Kreativsession  

***Anmeldung über drakos@frauenkreise-berlin.de***

Es wurde in Deutschland bisher unterlassen, einen hoch relevanten Teil deutscher Geschichte zu lehren. Die deutsche Verstrickung in Versklavung und Kolonialismus ist ein Komplex, der erfolgreich vermieden wurde – ganze Generationen von Schüler*innen in Deutschland sind mit der Vorstellung durch Schule und Uni und in Berufe gekommen, dass Deutschland mit all dem nichts zu tun hatte.

Mangelnde Information und Verdrängung dieser Geschichte verhindern einen konstruktiven Dialog dazu in und mit der weißen Mehrheitsgesellschaft. Insbesondere BIPOC fordern eine Bildungspolitik, in der deutsche koloniale Geschichte und alles, was sie an kolonialen Kontinuitäten hervorbringt, endlich sichtbar wird. Aber wie kann das gestaltet werden? wie kann diese gewaltvolle und schmerzhafte Geschichte, die Hierarchien anspricht und sichtbar macht, gelehrt werden, ohne eben diese Hierarchien zu reproduzieren? Wo muss diese Entwicklung ansetzen? Sind Lehrende überhaupt befähigt, diese Inhalte mit einer diversen Schülerschaft bzw. diversen Studierenden zu besprechen? 

AfricAvenir hat "Wir sind hier", eine Didaktik zu Flucht und Migration und deren Verknüpfung mit der Kolonialvergangenheit für Oberschulen entwickeln lassen. Welche Erfahrungen wurden damit gesammelt und welche Erkenntnisse hat der Prozess der Entwicklung dieser Didaktik hervorgebracht? 

T. Vicky Germain ist eine Schwarze Aktivistin, Interkulturelle Erziehungswissenschaftlerin, Feministin, Pflegemutter und Projektreferentin, die sich für die Verbesserung der Anerkennung von Kinderrechte und Aufnahmebedingungen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete einsetzt. Kahbit Enow ist Panafrikanistin, Antirassismus-Aktivistin und Vorstandsmitglied im Vorstand von Afric Avenir.

***Anmeldung über drakos@frauenkreise-berlin.de***